HeilSein-EinsSein

Innere Befreiung – lebendige Erfüllung – Seinsfreude

Trauma

Das Wort “Trauma” stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet “Wunde”.

In der Medizin wird ein von Außen induziertes Verletzungsgeschehen entsprechend auch als Trauma bezeichnet.

Wir beziehen uns hier natürlich auf ein emotionales, seelisches, mentales bzw. psychologisches Trauma.

Ein Trauma ist eine seelische Verletzung die entsteht, wenn wir einer in unserer Wahrnehmung überwältigenden Bedrohung eines unserer Grundbedürfnisse ausgesetzt waren:

  • Sicherheit
  • Freiheit

Entweder in einem singulären Moment (Schocktrauma) oder wiederholt, bzw. dauerhaft über einen längeren Zeitraum (Stresstrauma, Bindungstrauma, Entwicklungstrauma…)

Warum entsteht ein Trauma überhaupt?

Ob wir ein Trauma davontragen hängt von der Situation, unserer Wahrnehmung und unserer emotionalen Kapazität ab.

Ein Trauma ist eine Schutzreaktion des Körpers im Nervensystem. Es handelt sich um eine Adaption an die Umwelt. Man könnte auch sagen, um eine eine Konditionierung.

Wenn wir als Kind aus Versehen auf eine heiße Herdplatte gefasst haben, dann speichert sich dieser Vorfall im Nervensystem ab. Wir werden ein Leben lang darauf aufpassen, dass wir uns nicht wieder an einer Herdplatte verbrennen.

Denn eine starke Verbrennung ist potentiell lebensgefährlich und das Nervensystem installiert quasi ein automatisiertes Programm, welches uns davor beschützen soll.

Dieses unterbewusste Programm reagiert schneller (etwa 100x) und zuverlässiger als der bewusste Verstand.

Wenn auf der Autobahn zum Beispiel ein Auto vor uns eine Vollbremsung macht, dann werden wir ohne Zutun des bewussten Verstandes ebenfalls voll auf die Bremse drücken.

Genauso funktioniert Trauma. Wir haben etwas (für uns in diesem Moment) Gefährliches erlebt und das System konditioniert uns darauf, dass das nicht wieder passiert.

Das klingt doch erst einmal gut und sinnvoll?! Nicht unbedingt. Denn der Schutz geht mit teilweise schweren Nebenwirkungen einher, die wir in der Psychologie als Traumafolgestörung bezeichnen.

Das können beispielsweise psychische Schwierigkeiten, Beziehungsprobleme, Einschränkungen im Leben oder körperliche Symptome sein.

Dazu kommt, dass wir den (vermeintlichen) Schutz, den das Trauma bieten soll, meistens gar nicht mehr brauchen.

Also Übererregbarkeit, Ängstlichkeit, Rückzug, manipulatives Verhalten, Betäubung… das alles soll uns schützen. Aber tut es das wirklich?!

Oft stammt Trauma aus der Kindheit. Und wir haben den Schutz als Kind wirklich einmal gebraucht.

Aber brauchen wir ihn heute auch noch?

In aller Regel nicht. Und dann können wir Trauma gut und gerne überwinden.
Denn es dient uns nicht mehr zum Schutz und stellt nur noch eine Belastung dar.

Ein Trauma ist immer im Mentalraum (Gedanken/Überzeugungen/Selbstbild), im Gefühlsraum (Emotionen wie Wut, Trauer, Hilflosigkeit), im Gehirn (Amygdala/Speicherung von Erlebnissen), im autonomen Nervensystem (Unterberbewusstsein) und in den Körperzellen (Angst) als Information gespeichert. Es muss also auf allen Ebenen gelöst werden.

Lies hierzu den Beitrag: Ein dysreguliertes Nervensystem Trauma-Symptome

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