Das Sein – vollkommen widerstandslos
Das Sein, das wir sind, ist vollkommen widerstandslos.
Es ist frei in sich selbst, ohne Abwehr, ohne Schutz, ohne Kampf.
Hier gibt es nichts, was festgehalten oder weggedrückt werden müsste.
Alles darf erscheinen und wieder vergehen – im unendlichen Raum des Einen.
Warum Widerstand entsteht
Und doch taucht im menschlichen Erleben Widerstand auf.
Wie ein inneres Schutzschild, das verhindern will, dass etwas Schmerzhaftes uns überwältigt.
In der Tiefe wehrt er das ab, was damals zu viel, zu bedrohlich, zu schmerzhaft war.
✨ Hinter diesem Widerstand liegen oft:
- die gefühlte Ohnmacht: „Ich bin ausgeliefert.“
- die alte Existenzangst: „Wenn ich das fühle, sterbe ich.“
- der Verlustschmerz: „Ich bin allein, verlassen, getrennt.“
- die Scham: „So wie ich bin, darf ich nicht da sein.“
Widerstand blockt also das Rohmaterial alter Schmerzen – und gleichzeitig die Lebendigkeit, die darin verborgen ist.
Doch was er heute abwehrt, ist nichts Gefährliches. Es sind Erinnerungen im Nervensystem, die in der Weite des Seins durchlässig werden dürfen.
Der Grundwiderstand gegen das Leben
Unterhalb dieser Schicht zeigt sich manchmal ein noch tieferes Nein:
Der Grundwiderstand gegen das Leben selbst.
Das ist mehr als das Abwehren einzelner Gefühle – es ist ein Abwehren der ganzen Erfahrung von Verkörperung und Dasein.
So, als ob das System sagt:
„Wenn ich mich voll einlasse auf dieses Leben, dann muss ich auch alles fühlen, was je zu viel war.“
Was hier vermieden werden soll, ist:
- die Ur-Schwere der Getrenntheit: „Ich bin gefallen aus der Ganzheit.“
- die alte Überforderung: „Das Leben ist zu viel für mich.“
- die Ur-Angst: „Ich halte das nicht aus, ich verschwinde lieber in Starre.“
So hält der Grundwiderstand uns von dem ab, was wir in der Tiefe ersehnen – vom vollen Eintauchen in die göttliche Strömung des Lebens.
Die Wahrheit, die befreit
Doch in Wahrheit sind wir nicht dieser Widerstand.
Wir sind das Sein selbst – das Feld, in dem er auftaucht.
Und dieses Sein bleibt unberührt, ob Widerstand da ist oder nicht.
Wenn das erkannt wird, entspannt sich das System.
Wie eine Faust, die merkt: Ich muss nichts mehr festhalten.
Alles darf da sein – auch das Nein, auch die Abwehr.
Und durch dieses Erkennen schimmert die Wahrheit:
✨ Ich bin größer als jeder Widerstand.
✨ Ich bin das Leben selbst, das ewig Ja sagt.
✨ In mir ist Freiheit, Weite und grenzenlose Geborgenheit.
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