Wahre Selbstliebe ist nichts,
was man sich erarbeiten oder üben muss.
Sie ist kein Gefühl, das immer warm und schön ist.
Und sie ist keine Selbstoptimierung.
Wahre Selbstliebe beginnt tiefer.
Was sie nicht ist
- nicht: sich ständig gut finden müssen
- nicht: Schwächen wegmachen oder „heilen“, um liebenswert zu sein
- nicht: ein positives Selbstbild aufrechterhalten
Was sie ist
Wahre Selbstliebe heißt:
Ich höre auf, mich gegen mich selbst zu stellen.
Sie ist ein inneres Einverständnis
mit dem, was gerade da ist:
- mit Gefühlen
- mit Angst und Unruhe
- mit Körperempfindungen
- mit Unvollkommenheit
- mit dem Erscheinungsbild
- mit dem Körper
Nicht, weil all das „gut“ ist –
sondern weil es da sein darf,
ohne dass du dich dafür verlässt.
Die Tiefe dahinter
Auf der tiefsten Ebene ist Selbstliebe kein Tun,
sondern ein Erkennen:
Ich bin nicht die Erscheinung
und nicht das, was in mir erscheint.
Ich bin der Raum,
in dem alles, was erscheint,
bedingungslos geliebt ist.
In diesem Erkennen hört der innere Kampf auf.
Und genau dort beginnt echte Liebe –
still, nüchtern, tragend.
Verkörpert im Alltag
Wahre Selbstliebe zeigt sich oft ganz unspektakulär:
- innehalten, statt sich zu zwingen
- einen Termin absagen, ohne sich zu rechtfertigen
- dem Körper glauben, nicht dem Ideal
- bei sich bleiben, auch wenn es unsicher oder herausfordernd ist
- nichts erklären müssen, um da sein zu dürfen
Ich muss mich nicht verbessern,
um mir treu zu sein.
Ich darf da sein – wie ich bin.