Heilsein-Einssein

Innere Freiheit – Wahre Erfüllung – Einfach Sein

Wenn Distanz Angst macht – das Symbiosemuster

Liebe braucht keine Verschmelzung

In meiner Prägung war Liebe gleichbedeutend mit Verschmelzung.
Viele kennen diese Dynamik: Nähe bedeutet Anpassung, kein eigener Raum, Verlust von Grenzen.

Als Kind scheint Sicherheit nur in Einheit möglich. Trennung wird als Bedrohung erlebt.
So entsteht Verlustangst: „Wenn ich nicht angepasst bin, sondern ich Selbst, verliere ich die Liebe.“


Was Verschmelzung (Symbiose) bedeutet

Verschmelzung fühlt sich an wie Nähe – und ist doch Enge.
Ich verliere mich im anderen, um gehalten zu sein.
Der eigene Raum, die eigenen Grenzen verschwinden.

Es bedeutet auch: im Feld und in der Energetik des anderen zu sein –
so sehr, dass ich mich selbst nicht mehr spüre.


Scheinbare Vorteile der Verschmelzung

Für das Nervensystem scheint Verschmelzung Vorteile zu haben:

  • das Gefühl von Sicherheit
  • die Illusion von Nähe
  • die Vermeidung von Alleinsein
  • Orientierung im anderen statt in mir
  • scheinbare Bestätigung und Anerkennung

Doch in Wahrheit ist es keine freie Nähe – sondern das Überleben im Feld des anderen.
Wahre Liebe beginnt dort, wo ich mich selbst nicht mehr verliere.


Wie Angst entsteht

Die Angst in Verschmelzungsdynamiken entspringt einem tiefen inneren Konflikt:
Das Kind sehnt sich nach Autonomie – nach einem eigenen Raum.
Gleichzeitig fürchtet es, dass mit jedem Schritt in die Selbstständigkeit,
die Liebe und Sicherheit verloren gehen.

So wird Nähe mit Enge und Distanz mit Verlust verknüpft.
Das Nervensystem schwankt zwischen Anhaften und Starre.


Die Wahrheit der Liebe

Wahre Liebe ist keine Verschmelzung.
Liebe kennt Nähe – und zugleich Freiheit.
Liebe bleibt bestehen, auch wenn Grenzen gesetzt werden.


Herz-Essenz

  • Ich bin verbunden – und zugleich frei.
  • Wahre Nähe lässt Raum.
  • Liebe braucht keine Verschmelzung.
  • Liebe bleibt, auch wenn ich Nein sage.
  • Freiheit und Nähe vollenden einander.
  • Das Licht in mir und im anderen ist dasselbe – ungetrennt, unversehrt.

Heilungsweg

Der Weg der Heilung ist die Rückkehr ins Sein:

  • Der Angst vor Verlust und der Starre im Körper Raum geben
    – sie dürfen da sein, ohne weggemacht zu werden.
  • Im Daseinlassen geschieht Wandlung:
    Das Nervensystem findet langsam zurück in Sicherheit.
  • Dann kann ich meinen eigenen Raum wieder spüren –
    nicht getrennt, sondern eingebettet ins Ganze.
  • Grenzen setzen wird zu einem Akt der Liebe – zu mir selbst und zum anderen.
  • Verbindung zeigt sich tiefer: im Sein, in Gott – nicht im Symbiosemuster.

Wahre Nähe

  • Wahre Nähe entsteht, wenn beide sie aus Freiheit wählen.
  • Ich bin in Verbindung, auch wenn ich mich zurückziehe.
  • In Gott sind wir eins – und doch darf jeder ganz er selbst sein.

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