Vom denkenden Verstand zur Entspannung – in gelebte Präsenz
Der denkende Verstand – wo Anspannung beginnt
Der denkende Verstand ist der Teil in uns, der
denkt,
bewertet,
vergleicht,
kontrolliert
und reagiert.
Er ist nicht falsch.
Er wird belastend, wenn er ununterbrochen aktiv ist.
Anspannung entsteht nicht durch das Leben,
sondern durch den dauerhaften inneren Widerstand
des denkenden Verstandes gegen das, was ist.
Dieser Widerstand zeigt sich als
Grübeln,
Sorgen,
inneres „So sollte es nicht sein“,
ständiges inneres Reden.
Der Körper reagiert darauf mit Spannung.
Der Körper wird müde,
weil der denkende Verstand keine Ruhe findet.
Entspannung – wenn Widerstand endet
Entspannung ist kein Tun.
Sie ist kein Ziel.
Sie ist die natürliche Folge, wenn Widerstand endet.
Entspannung geschieht, wenn
der denkende Verstand versteht,
dass er nicht kämpfen muss,
dass das Leben sich von selbst ordnet.
Dann passiert etwas Einfaches und Tiefes zugleich:
Der denkende Verstand lässt los –
und der Körper folgt.
Nicht durch Technik.
Nicht durch Willen.
Sondern durch Einsicht.
Schlaf, Atem und Ruhe beginnen dann wieder zu wirken,
ohne kontrolliert zu werden.
Der Körper weiß, wie Erneuerung geschieht.
Der denkende Verstand muss nur aufhören, sie zu stören.
Die innere Haltung – Beobachten statt Eingreifen
Damit Entspannung bleibt,
braucht es keine Methode,
sondern eine Haltung:
wach,
still,
beobachtend,
nicht eingreifend.
Der denkende Verstand tritt einen Schritt zurück.
Wahrnehmung bleibt offen.
Beobachten statt Eingreifen
bringt Ordnung.
Aus dieser Haltung entsteht Stabilität –
nicht gemacht, sondern zugelassen.
Präsenz – wenn Entspannung verkörpert wird
Wenn Entspannung nicht mehr unterbrochen wird,
wird sie verkörpert.
Dann zeigt sich Präsenz.
Präsenz ist
kein Auftreten,
keine Rolle,
kein Bemühen.
Präsenz ist spürbares Da-Sein.
Sie zeigt sich als
innere Ruhe,
innere Klarheit,
innere Stimmigkeit,
stille Kraft.
Nicht Worte wirken am stärksten,
sondern die Präsenz, aus der heraus wir leben.
Die Wirkung von Präsenz
Ein Mensch in gelebter Präsenz
muss nichts beweisen,
muss niemanden überzeugen,
muss nichts verteidigen.
Diese Präsenz
überträgt Sicherheit,
bringt andere zur Ruhe,
klärt Situationen,
wirkt ordnend.
Präsenz ordnet,
ohne etwas zu tun.
Menschen fühlen sich in dieser Gegenwart zu Hause.
Vertrauen – der Boden dieses Weges
Dieser innere Weg ruht auf Vertrauen.
Nicht als Gefühl,
sondern als innere Gewissheit:
Das Leben trägt.
Ordnung ist da.
Ich muss nicht kämpfen.
Aus diesem Vertrauen
wird der denkende Verstand stiller,
bleibt Entspannung lebendig,
entfaltet sich Präsenz natürlich.
Der Weg in einem Fluss
Man könnte diesen inneren Weg so beschreiben:
Der denkende Verstand erkennt seine Überforderung.
Widerstand endet – Entspannung geschieht.
Entspannung verkörpert sich als Präsenz.
Oder noch einfacher:
Weniger Denken.
Mehr Entspannung.
Gelebte Präsenz.
Die Essenz
Wenn der denkende Verstand zur Ruhe kommt,
entspannt sich der Körper.Wenn Entspannung bleibt,
wird sie zu Präsenz.Präsenz wirkt –
still, klar und tragend.