Überlebensstrategien – kluge Muster aus der Kindheit
Im Raum des Seins ist alles schon heil und unberührt.
Hier gibt es keine Strategien, keine Muster, kein Müssen.
Es ist die stille Weite, die uns immer trägt – frei, leuchtend, unzerstörbar.
Von hier aus können wir die Bewegungen des Nervensystems betrachten, ohne uns darin zu verlieren.
Was Überlebensstrategien sind
Überlebensstrategien sind automatische Antworten unseres Nervensystems auf Überforderung.
Sie waren einst notwendig, um Sicherheit zu schaffen.
Heute aber laufen sie unbewusst weiter, fühlen sich vertraut an – und wir verwechseln sie oft mit uns selbst.
In Wahrheit sind sie nur Programme, nicht unser wahres Wesen.
Beispiele im Alltag
- Rückzug, wenn es zu nah wird.
- Harmonisieren, um Konflikte zu vermeiden.
- Angriff, wenn wir uns bedroht fühlen.
- Überfunktionieren, um uns wertvoll zu fühlen.
- Starre, wenn gar nichts mehr geht.
All diese Reaktionen waren in der Kindheit klug – doch als Erwachsene hindern sie uns oft daran, frei und offen zu leben.
Scheinbare Vorteile
Für das Nervensystem scheint es Vorteile zu haben, an den alten Strategien festzuhalten:
- Schutz vor Schmerz.
- Kontrolle behalten.
- Nähe vermeiden, die als bedrohlich empfunden wird.
- Sicherheit in vertrauten Mustern.
Doch die vermeintliche Sicherheit wird teuer erkauft – mit Distanz zu uns selbst und zu anderen.
Die Wahrheit darunter
Hinter jeder Überlebensstrategie liegt etwas sehr Menschliches:
- Angst, nicht genug zu sein.
- Schmerz, nicht gesehen worden zu sein.
- Einsamkeit, die wir nicht spüren wollten.
- Überforderung, die das Nervensystem allein regulieren musste.
Unser Herz aber bleibt unter all diesen Schichten unverletzt.
Das Sein in uns ist frei – jenseits jeder Strategie.
Heilungsweg
Der Weg zurück geschieht, wenn wir die Strategien liebevoll erkennen:
- Sie sehen, ohne sie zu bekämpfen.
- Den Gefühlen darunter Raum geben.
- Mit Liebe und Bewusstsein anwesend sein.
Dann wird deutlich:
„Ich bin nicht meine Überlebensstrategie.
Ich bin das Sein, das sie sieht.“
Herz-Essenz
- Überlebensstrategien sind alte Muster, nicht meine Wahrheit.
- Ich darf fühlen, ohne daran zu zerbrechen.
- In der Gegenwart Gottes bin ich frei.
- Mein Herz bleibt unverletzt, egal was das Nervensystem tut.
- Ich bin getragen im Sein.
„Was ich bin, braucht keinen Schutz.
Was ich bin, ist Leben selbst – frei, strahlend, unzerstörbar.“
