
Ein offener Herzraum ist Ausdruck deines wahren Seins.
Er ist immer da – weich, weit, unverletzt.
Er braucht nichts zu leisten und nichts zu beweisen.
Ein offener Herzraum bedeutet nicht, alle Erwartungen zu erfüllen.
Es bedeutet nicht, dass du gibst, was andere fordern,
oder dass du deine Grenzen verlierst.
Wahrheit und Klarheit gehören genauso
zu einem offenen Herz wie Zärtlichkeit und Weichheit.
Was wir manchmal als „Herz verschlossen“ erleben,
ist nicht der Herzraum selbst.
Es sind Schutzreaktionen des Nervensystems, die Nähe,
Verletzung oder Überforderung regulieren wollen.
Diese Reaktionen können sich anfühlen wie Rückzug,
Abgrenzung oder ein inneres Zusammenziehen.
Und sie sind zutiefst menschlich.
Der Herzraum bleibt darunter offen – immer.
Er ist wie ein stiller, durchlässiger Grund, der nicht verloren geht.
Nur die Schutzschicht davor verändert sich.
Ein offener Herzraum verurteilt diese Schutzimpulse nicht.
Er weiß: Mein System darf sich zusammenziehen –
und es darf sich wieder weiten, wenn Sicherheit entsteht.
Beides geschieht im Feld der Liebe.
Ein offener Herzraum ist keine Schwäche.
Er ist keine Einladung zur Vereinnahmung.
Er ist die Kraft, in Liebe und Wahrheit zu stehen –
auch wenn ein Nein nötig ist.
Ein offener Herzraum ist frei von Masken.
Er ist authentisch, spürbar, klar.
Er umarmt das Leben, ohne sich selbst zu verlieren.
Er weiß:
Liebe braucht keine Opfer.
Liebe ist schon hier – in mir, durch mich, als ich.
Essenz
Ein offener Herzraum ist kein Zustand, der kommen oder gehen kann.
Er ist dein natürliches Sein:
weit, weich, unversehrt, gegründet in der göttlichen Quelle.
Was sich verändert, ist nur der Schutz des Nervensystems –
nicht dein Herz.
Wahre Offenheit bedeutet:
Ich bin wahr.
Ich bin Liebe.
Und in dieser Wahrheit bin ich frei.
Spirituelle Vorstellungen vom offenen Herz
Oft entsteht das Bild, ein offenes Herz müsse alle Menschen gleich empfangen –
ohne Abgrenzung, ohne Klarheit, ohne Nein.
Doch echte Offenheit ist etwas anderes:
Sie ist Präsenz im Sein.
Sie ist frei von Rollen.
Sie kann als warmes Ja erscheinen –
oder als klares, liebevolles Nein.
Ein erwachtes Herz verschmilzt nicht.
Es bleibt bei sich.
Es liebt aus Freiheit – nicht aus Anpassung.
💛 Liebe braucht keine Verschmelzung.
Sie ist weit, klar, lebendig –
und in sich selbst vollkommen.
„Liebe ist kein Geben und kein Nehmen.
💛 Zitat von Joel S. Goldsmith
Sie ist die Offenbarung der Gegenwart Gottes.“