Hilflosigkeit ist auf ganzheitlicher Ebene mehrschichtig:
- Nervensystem: Sie zeigt sich oft, wenn alte Überlebensprogramme aktiviert sind – das „Einfrieren“ (Freeze) als Reaktion auf Überforderung. Der Körper macht dicht, weil er keine Lösung findet.
- Gefühlsebene: Hilflosigkeit ist meist mit Ohnmacht, Scham oder Schuld verwoben.
Sie erinnert an früh erlebte Situationen, in denen wir klein waren und keine Handlungsoption hatten. - Spirituell: In Wahrheit gibt es keine Hilflosigkeit, weil das Wesen der Seele unzerstörbar und getragen ist. Hilflosigkeit ist eine Erscheinung im Nervensystem, nicht dein Sein.
- Einladung: Statt sie bekämpfen zu wollen, darf sie gefühlt werden.
Gerade darin liegt ihre Wandlung – im Erkennen:
„Ich bin nicht dieses alte Muster. Ich bin das Sein, das es wahrnimmt.“ - Wandlung: Oft öffnet sich aus Hilflosigkeit ein Tor zur Hingabe – wenn ich erkenne:
„Ich kann aus mir heraus nichts machen. Ich lasse mich tragen.“
Dann verwandelt sich das Starre in Weite.
💫 Kurz: Hilflosigkeit ist ein alter Schutzreflex.
Er wird durchschaubar, wenn du ihn im Licht des Seins hältst.
Dahinter zeigt sich: Du bist niemals hilflos – weil du im Sein (in Gott) geborgen bist.
Kontemplation
Schließe die Augen.
Spüre den Atem – wie er kommt, wie er geht.
Lass das Gefühl von Hilflosigkeit da sein, ohne es wegzumachen.
Erinnere dich: „Ich bin nicht das Gefühl – ich bin das Sein, das es wahrnimmt.“
Hier, in der Weite, gibt es keine Ohnmacht – nur Getragen-Sein.
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