Magie ist für mich nichts Außergewöhnliches.
Sie liegt in jenen Augenblicken, in denen die gewohnte Wahrnehmung stiller wird und das Leben wieder unmittelbar fühlbar ist.
Ein Atemzug.
Das Licht zwischen den Bäumen.
Der Wind auf der Haut.
Ein Blick. Eine Berührung.
Oder einfach dieser eine Moment, in dem nichts fehlt.
Dann ist da kein Gedanke darüber, wie das Leben sein sollte.
Da ist nur das Leben selbst.
Lebendig. Gegenwärtig. Nah.
Wenn ich wirklich da bin, verändert sich meine Wahrnehmung.
Ich spüre meinen Körper, meinen Atem, mein Herz. Ich nehme die feinen Bewegungen in mir wahr – Freude und Schmerz, Weite und Enge, Stille und Lebenskraft.
Alles darf Teil dieses Augenblicks sein.
Und manchmal geschieht darin etwas ganz Einfaches und zugleich tief Berührendes:
Die Grenze zwischen mir und dem Leben wird durchlässiger.
Ich stehe nicht mehr außerhalb und betrachte das Leben.
Ich bin darin.
Ich bin Teil dieser Bewegung, dieses Atems, dieser Lebendigkeit.
Vielleicht ist genau das die Magie, nach der wir uns so oft sehnen: nicht etwas Besonderes zu erleben, sondern das Gewöhnliche wieder in seiner Tiefe wahrzunehmen.
Eine Blüte.
Ein Sonnenstrahl.
Das Rauschen der Blätter.
Das eigene Herz, das schlägt.
Und plötzlich ist da dieses stille Wissen:
Alles lebt.
Und ich bin dieses Leben.
Je weniger ich mich vom Augenblick abtrenne, desto unmittelbarer wird diese Erfahrung. Das Leben muss dann nichts Besonderes hervorbringen, um mich zu berühren.
Seine Gegenwart genügt.
Vielleicht beginnt Magie genau dort –
wo ich aufhöre, sie zu suchen,
und wieder ganz da bin.
Im Leben.
Im Sein.
Im gegenwärtigen Augenblick.
