Heilsein-Einssein

Innere Freiheit – Wahre Erfüllung – Einfach Sein

Ur-Angst – die Illusion „Ich existiere“

Ur-Angst – die Illusion „Ich existiere“

Das, was wir wirklich sind, existiert nicht im herkömmlichen Sinn.
Existenz bedeutet: etwas taucht auf, dauert eine Zeit und vergeht wieder.
Doch Sein ist anders – grenzenlos, ohne Anfang und Ende, jenseits von Werden und Vergehen.
Darum ist schon das Gefühl „Ich existiere“ die erste Illusion.
Sobald ein „Ich“ erscheint, entsteht auch die Angst, wieder zu verschwinden.

Wie die Ur-Angst entsteht

Das illusionäre Grundgefühl „Ich existiere“ klingt zunächst harmlos –
und doch liegt darin bereits die Wurzel aller Angst.
Denn sobald ein „Ich“ erscheint, entsteht automatisch die Spannung:
👉 „Ich existiere – und deshalb kann ich auch wieder nicht existieren.“

Diese Spannung ist die Ur-Angst: die Angst vor Auslöschung, vor dem Tod.
Sie ist wie ein Grundrauschen im Nervensystem, das alles Erleben durchzieht.

Aus dieser Ur-Angst erwachsen unzählige Formen von Unsicherheit und Suche:

  • Die Angst, verlassen zu werden.
    Denn wenn ich getrennt bin, brauche ich jemanden, der mich hält.
  • Die Angst, nicht genug zu sein.
    Denn das Gefühl von Mangel entspringt direkt dem Empfinden: „Mir fehlt etwas.“
  • Die Angst vor Verlust.
    Ob Partner, Haus, Arbeit, Geld oder Gesundheit – alles, woran das Ich sich festhält, kann zerbrechen.
  • Die Angst vor Schmerz und Krankheit.
    Denn der Körper wird zum Beweis für „Ich existiere“ – und zugleich zur Bedrohung, dass dieses „Ich“ vergeht.
  • Die Angst vor dem Tod.
    Der unausweichliche Schatten jedes „Ich-bin“-Gefühls: irgendwann wird es enden.

So zeigt sich: Dieses Grundgefühl ist selbst das Ur-Trauma.
Es erzeugt eine ständige innere Anspannung –
das Gefühl, unvollständig zu sein, und die unaufhörliche Suche nach Vervollständigung.

Darum ist die menschliche Geschichte voller Sucht:

  • Sucht nach Liebe und Anerkennung.
  • Sucht nach Besitz, Sicherheit, Wissen, Kontrolle.
  • Sucht nach spiritueller Erleuchtung als „bessere“ Form von Existenz.

✨ „Ich existiere – sagt die Angst.
Ich bin – sagt das Sein.“


Doch all dies entspringt demselben Missverständnis.
Denn was wirklich ist, braucht keine Vervollständigung.

In Wahrheit gibt es kein getrenntes „Ich, das existiert“.
Seele ist Ausdruck Gottes – frei, leuchtend, unzerstörbar.
Was ich bin, ist nicht ein fragiles „Ich“, das entstehen und vergehen kann.

✨ Was ich bin, ist SEIN selbst – grenzenlos, getragen, vollkommen.



👉 Lies hierzu auch meinen Beitrag: Existenzangst – das Gefühl „Ich bin bedroht“

🕊️ Innere Ausrichtung bei Ur-Angst
Ein Seelenimpuls für den Alltag: kleine innere Schritte, um die Ur-Angst ins Licht zu halten und sich an das wahre Sein zu erinnern – still, frei, getragen.

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