Heil Sein – Eins Sein

Innere Befreiung – lebendige Erfüllung – Seinsfreude

Seelenreise vom Ego zum Herzen

SEELENREISE

Die Entwicklung vom Ego (Ich) zum Herzen (Sein)

Seelenreise – Geburt der Seele
Entstehung und Transformation des Ego

Die Geburt unseres Individuellen Bewusstseins, unsere Geburt als „einzelne individualisierte Seele“, hängt mit der Erfahrung des Verlassenwerdens, der Trennung (Ur-Wunde) von Mutter/Vater/Gott zusammen.
Es ist vergleichbar mit dem Geburtstrauma in unserer physischen Welt. Im Mutterleib, erfährt das Baby ein „ozeanisches“ Gefühl der Einheit mit der Mutter. Wenn es geboren wird, wird es zu einer eigenständigen Einheit.
Aufgrund dieses Geburtstraumas – wir sprechen jetzt von der Geburt der Seele – trägt die Seele immer dieses Gefühl des Zerrissenseins mit sich. Sie musste sich von allem trennen, was sie für selbstverständlich gehalten hatte.
Die neugeborene Seele sehnt sich nach einer Rückkehr zum Zustand der Einheit, aus der sie kam und die sie als ihre Heimat ansieht. Da dies aber unmöglich ist, erlebt sie große Furcht und Gefühle der Isolation und des Zweifels.

Das Ego ist der Anteil der Seele, der auf die materielle, die äußere Welt gerichtet ist.
Im Grunde ist das Ego das Instrument der Seele, mit dem sie sich selbst als körperliches Wesen innerhalb von Raum und Zeit manifestiert. Das Ego verleiht dem Bewusstsein Konzentration. Es macht das Bewusstsein spezifisch anstatt ozeanisch, „hier und jetzt“ anstatt „überall und nirgends“. Das Ego übersetzt innere Impulse in bestimmte materielle Formen. Es ist der Teil in uns, der die Kluft zwischen dem nicht-körperlichen (spirituellen) und dem körperlichen Teil in uns überbrückt.

Für die Seele als nicht-körperliches Wesen ist es ziemlich unnatürlich, in Zeit und Raum fixiert zu sein. Die Seele ist in Wirklichkeit unabhängig von irgendwelcher (körperlicher) Form. Das Ego, auf der anderen Seite, fixiert und bindet. Es ermöglicht uns, in dieser körperlichen Realität zu funktionieren. Und so spielt das Ego eine sehr wichtige Rolle, die nichts mit „gut“ oder „schlecht“ zu tun hat. Wenn es in einer ausgewogenen Situation handelt, ist es ein neutrales und unverzichtbares Handwerkszeug für die Seele, die sich auf der Erde in einem materiellen Körper befindet.

Wenn aber das Ego beginnt, das Bewusstsein der Seele zu bestimmen, anstatt als Handwerkszeug zu fungieren, dann gerät die Seele aus dem Gleichgewicht. Wenn das Ego der Seele Befehle erteilt, wird das Ego nicht einfach die inneren Impulse in eine materielle Form übersetzen, sondern es wird diese Impulse kontrollieren und teilweise unterdrücken. Das Ego präsentiert uns dann ein verzerrtes Bild der Realität. Das unausgewogene Ego strebt immer nach Macht und Kontrolle und wird alle Tatsachen unter diesem Aspekt als positiv oder negativ bewerten.
Es ist ziemlich aufschlussreich, unsere eigenen auf Macht und Kontrolle basierenden Motive im täglichen Leben aufzudecken.
Versuche festzustellen, wie häufig du versuchst, Dinge oder Menschen deinem Willen zu unterwerfen, auch wenn es zugunsten einer guten Sache geschieht.
Wie oft ärgerst du dich darüber, wenn Dinge nicht so gehen, wie du es gerne hättest?
Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass hinter dem Streben nach Kontrolle immer die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, steckt.
Und so frage dich selbst: was ist das Risiko, wenn ich jetzt die Kontrolle aufgebe, wenn ich mein Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit fallen lasse?
Was ist meine tiefste Angst?
Der Preis, den wir dafür zahlen, dass wir versuchen, die Dinge „unter Kontrolle zu halten“ besteht darin, dass das Leben angestrengt und angespannt ist.
Für eine junge Seele ist die Fallgrube des Egos nahezu unvermeidlich. Das Ego bietet scheinbar eine Lösung für das Problem (von Angst und Verlassenheit); es verschiebt unsere Aufmerksamkeit von „dem, was innen ist“ auf das, „was Ihr von außen bekommen könnt“. Das ist zwar keine wirkliche Lösung für das Problem, aber es scheint uns für eine Weile Erleichterung zu bringen.
Macht und Kontrolle über unsere Umgebung auszuüben, kann eine vorübergehende Befriedigung oder einen „Kick“ geben. Es gibt uns ein kurzes Gefühl, geliebt, bewundert und respektiert zu werden. Das lindert den Schmerz für kurze Zeit. Aber es ist nur kurzlebig und wir müssen uns wieder und wieder anstrengen, um hervorzustechen, noch besser, netter und hilfsbereiter zu sein.
Solange das Ego unsere Seele regiert, werdet wir immer auf die Energien von anderen angewiesen sein, um uns gut zu fühlen. Wir scheinen uns die Akzeptanz von anderen Menschen verdienen zu müssen, um uns gut fühlen zu können.
Das Ego kann uns nicht mit echter Liebe und Selbstachtung versorgen. Die Lösung, die es für das Trauma des Verlassenwerdens anbietet, ist in Wahrheit ein Fass ohne Boden. Die wahre Mission des jungen Seelenbewusstseins ist, selbst das Elternteil zu werden, das es verloren hat.

Werden wir uns bewusst, dass die Erfahrung des Erdenlebens, ein Prozess ist, als hilfloses Baby zu beginnen und zu einem in sich ruhenden Erwachsenen heranzuwachsen.
Deshalb liegt der Schlüssel zu wahrem Glück in unserem Leben genau darin: dass wir unsere eigenen Väter oder Mütter werden, und uns selbst die Liebe und das Verständnis entgegenbringen, das wir vermissen.

Auf der größeren, metaphysischen Ebene, von der wir gesprochen haben, bedeutet das: zu dem Verständnis zu gelangen, dass wir Selbst Gott sind, nicht eines seiner kleinen, verlorenen Schäflein. Das ist die Erkenntnis, die uns nach Hause bringen wird. Das ist die Erkenntnis, die uns zum Kern dessen führen wird, was wir sind, nämlich Liebe und göttliche Macht.
Am Anfang, wenn wir in dieses Stadium eintreten, fühlen wir uns vielleicht sehr müde und innerlich ganz leer. Dinge, die uns vorher so wichtig waren, erscheinen uns jetzt völlig bedeutungslos. Genauso können Ängste an die Oberfläche kommen, die keine klaren oder unmittelbaren Ursachen haben. Es können vage Todesängste oder Verlustängste sein. Oder es kann Wut aufkommen im Hinblick auf Situationen in Beruf oder unseren Beziehungen. Alles, was selbstverständlich schien, steht jetzt in Zweifel.
Das, was das Ego immer verhindern wollte, geschieht nun.
Nach und nach wird der „Deckel“ gehoben, und alle möglichen unkontrollierbaren Gefühle und Ängste kommen heraus und treten ins Bewusstsein, und säen evtl. Zweifel und Verwirrung im Leben. Bis zu diesem Moment haben wir tatsächlich auf Autopilot funktioniert. Viele Gedanken- und Verhaltensmuster in uns sind automatisch abgelaufen; wir haben sie ungefragt geschehen lassen. Das verlieh unserem Bewusstsein Einheit und Stabilität. Aber wenn unser Bewusstsein wächst und sich ausdehnt, wird unsere Persönlichkeit gespalten. Ein Teil würde gerne an den alten Wegen festhalten, der andere Teil stellt diese Wege in Frage und konfrontiert uns mit unbequemen Gefühlen wie Zorn, Angst oder Zweifel.
Wenn wir beginnen, die Ego-basierten Verhaltens- und Gedankengänge anzuzweifeln, dann tritt eine neue Seite unseres Selbst ins Bewusstsein. Es ist der Teil in uns, der die Wahrheit liebt anstatt die Macht.
Sein Leben entsprechend des Diktats des Ego zu führen, ist sehr unterdrückend. Das Ego hält nichts von Spontaneität. Es hält uns davon ab, unsere Gefühle spontan auszudrücken, da Gefühle und Stimmungen nicht kontrollierbar sind, was für das Ego eine Gefahr darstellt.
Das Ego arbeitet mit Masken. Wenn wir anfangen die Masken abzulegen, kommen diese unterdrückten Emotionen auf einmal wieder an die Oberfläche. Gefühle werden nicht beseitigt, nur weil sie unterdrückt werden. Sie leben weiter und werden um so intensiver, je länger sie unterdrückt wurden.
Diese aufgestauten Gefühle und Emotionen, die nun freigesetzt werden, sind das Eintrittstor zu unserem Größeren Selbst. Dadurch, dass wir erforschen, was Ihr wirklich fühlen, stellen wir unsere Spontaneität und Integrität wieder her, den Teil in uns, der „das Innere Kind“ genannt wird. Dadurch, dass wir mit unseren wahren Gefühlen und Emotionen auf Tuchfühlung gehen, beschreiten wir die Straße der Befreiung. Die Verwandlung zu einem Herz-basierten Bewusstsein hat begonnen.

Heilung der Seele

Das Leben entsprechend der Vorgaben und Anforderungen des Ego hat in unserem Inneren psychologische Wunden hinterlassen. Wenn wir uns aus dem Griff und der Kontrolle des Ego befreien, werden wir diesen inneren Verletzungen und dem Schmerz bewusst. In den meisten Fällen durchlaufen wir dann ein Stadium, in dem wir unsere inneren Wunden verurteilen, da sie uns zu negativen Verhaltensmustern zu führen scheinen: Süchte, Depression, unkontrollierbare Stimmungsschwankungen, Kommunikationsprobleme, Probleme in – intimen – Beziehungen.

Diese Verurteilung unseres Selbst führt zu noch mehr Schmerz für die Seele, die gerade erst angefangen hat, sich dem Licht zuzuwenden. Sie verzichtet auf ihr Bedürfnis nach Macht und Kontrolle und wird dadurch empfindlicher … und verirrt sich dann in diesen Selbstverurteilungen.

In Wirklichkeit sind es nicht unsere inneren Verwundungen, die uns für das anfällig machen, was Ihr für „negative Verhaltensmuster“ halten. Es ist unsere Verurteilung des Schmerzes, die die Negativität hervorruft. Wenn wir uns selbst mit einer Haltung der Selbstakzeptanz ansehen, dann sehen wir nicht eine abhängige, deprimierte oder versagende Persönlichkeit. Wir sehen einfach nur einen inneren Schmerz, dessen man sich so sanft und gütig wie nur möglich annehmen muss.

Der wichtigste Schritt zum Herzen besteht jetzt darin, bereit zu sein, den inneren Schmerz zu verstehen: ihn anzunehmen, seine Ursachen zu verstehen und zuzulassen, dass er da ist.

Wir dürfen einen ganz neuen Weg entwickeln, die Dinge zu betrachten. Dieser neue Weg ist am besten als „Neutral“ zu beschreiben, was bedeutet, dass er einfach nur zur Kenntnis nimmt, was ist, und kein Interesse daran hat, wie Dinge „sein sollten“. Die Ursachen und Auswirkungen eigenen Verhaltens werden beobachtet, die zugrunde liegende Furcht wird erkannt und so wird das Ego transparent. Und wenn es für uns transparent ist, können wir es einfach loslassen, wenn Ihr wollen.

Angst ist weder gut noch schlecht. Angst IST, und sie hat eine ganz bestimmte Aufgabe.

Angst ist ein wertvoller Teil der Schöpfung. Wo Angst ist, ist keine Liebe. Wo keine Liebe ist, kann sie auf neue und unvorhersehbare Wege gefunden werden. Ein ganzes Kaleidoskop von Gefühlen kann durch die Abwesenheit von Liebe erfahren, ja sogar geschaffen werden. Das Fehlen von Liebe kann auf die verschiedensten Arten gefühlt werden. Die Gegenwart von Liebe kann nur vor dem Hintergrund von Angst gefühlt werden. Sonst wäre sie allumfassend und wir würden sie als solche gar nicht wahrnehmen.

Und so haben wir, indem wir die Furcht geschaffen haben, indem wir uns selbst aus dem Ozean der Liebe, der uns umgab, hinaus katapultiert haben, für uns die Gelegenheit eröffnet, zum ersten Mal die Erfahrung von Liebe zu machen.

Wir haben nicht die Liebe erschaffen, aber wir haben die Erfahrung von Liebe geschaffen. Wir brauchten einen Gegensatz, etwas, was anders ist als Liebe, um dies möglich zu machen, und wir haben die Angst als ein Instrument benutzt. Wir sind alle aus der Liebe geboren und wir werden alle zur Liebe zurückkehren.
Die Erforschung unserer inneren Wunden
Auf unserem Weg vom Ego zum Herzen, werden wir mit unseren inneren Wunden, unserer Angst konfrontiert, und wir sind dazu aufgefordert, sie mit Verständnis und Akzeptanz zu erforschen.

Erst wenn wir bereit sind, unser Selbst mit einer Haltung von Interesse und Offenheit anzusehen, dann treten wir in die Realität des Herz-basierten Bewusstseins ein. Bis dahin vergleichen wir uns meist mit einem künstlichen Standard oder einem Ideal, dem wir in den meisten Fällen nicht das Wasser reichen können. Wir machen uns deswegen selbst nieder und dann versuchen wir wieder, uns in diese Gussform zu zwängen, die wir in unserem Kopf für uns entwickelt haben.

Diese Art von Perfektionismus ist eine mörderische Waffe. Es ist ziemlich genau das Gegenteil von Liebe. Liebe vergleicht nicht und, noch wichtiger, sie versucht nie, uns in irgendetwas hineinzudrängen oder uns in irgendeiner Weise zu verändern. Liebe hat kein Auge dafür, was sein sollte. Alles, was in die Kategorie von „sollte“ fällt, ist dem Bewusstsein des Herzens fremd.

Vom Standpunkt des Herzens aus gesehen, sind moralische Kategorien einfach nur Möglichkeiten, die Realität zu interpretieren oder einzuteilen. Sie sind Ideen in unseren Köpfen und können von Kopf zu Kopf sehr unterschiedlich sein. Genau dieses Bedürfnis, Standards zu setzen und das Gute zu definieren, ist der Ausgangspunkt für menschliche Konflikte und Krieg. Es sind nicht so sehr die Ideen, wie vielmehr das ihnen zugrunde liegende Bedürfnis nach Kontrolle und Festlegung, die Aggressionen und Konflikte heraufbeschwören.

Politische, persönliche oder spirituelle Ideale, Standards von Gesundheit, Schönheit und Vernunft versorgen uns ständig mit Standards, wie die Dinge sein sollten oder wie wir unser verhalten sollten. Sie alle versuchen, festzuschreiben und zu definieren, was GUT ist.

Aber LIEBE interessiert sich nicht dafür, das Gute zu definieren. Sie ist nicht an Ideen interessiert, sondern an der Realität. Liebe wendet sich dem zu, was real ist. Das Herz interessiert sich für alles, was ist, für jede tatsächliche Eigenschaft von unser, die schlechten wie die guten. Es stellt einfach nur fest; es ist einfach da, es umgibt unser mit seiner Gegenwart, wenn wir es lassen. Wenn wir uns der Realität der Liebe, der Realität des Herzens öffnen, lassen wir die Verurteilung hinter uns. Wir akzeptieren, wer wir in diesem Moment sind. Wir realisieren, dass wir aus einer Vielzahl von Gründen, die wir nun genauer untersuchen werden, so sind, wie wir sind.

Wenn dieser Moment eintritt, dann ist das ein großer Segen für die Seele. Jetzt sind wir in der Lage, uns Selbst zu heilen. Wir werden vielleicht von Zeit zu Zeit wieder in unsere Selbstverurteilung zurückfallen, aber jetzt haben wir eine lebhafte Erinnerung daran, wie sich Liebe anfühlt. Und sobald wir diese einmal haben, werden wir immer wieder dorthin zurückkehren, denn wir haben den vertrauten Duft unserer Heimat wiedergefunden.

In dieser Phase des Übergangs vom Ego zum Herzen werden wir in engeren Kontakt mit unserem Selbst treten. Wir sehen uns unser Gepäck aus der Vergangenheit genauer an. Wir durchleben evtl. (schmerzhafte) Erinnerungen neu. Erinnerungen aus diesem Leben, vielleicht auch Erinnerungen aus früheren Leben. Das psychologische Gepäck, das wir aus all unseren bisherigen Leben, bis zur Gegenwart, mit unser herumtragen, stellt unsere aktuelle Identität dar. Wir können uns dieses Gepäck als einen Koffer voller Kleidern vorstellen. Wir habt in der Vergangenheit so viele Rollen gespielt, so viele Identitäten angenommen, genau wie verschiedene Kleidungsstücke. An manche Rollen habt wir so stark geglaubt, dass wir begonnen haben, sie als einen Teil unserer Identität anzunehmen. „Das bin ich“, denkt wir von solchen Rollen oder „Kleidern“.

Wenn wir aber genauer nachforschen, was diese Rollen mit unser zu tun haben, werden wir feststellen, dass sie nicht wir sind. Wir sind nicht die psychologischen Rollen oder Identitäten, die wir annahmen. Wir sind nicht unsere Kleider. Wir haben diese Rollen benutzt, aus einem Bedürfnis der Seele nach Erfahrung heraus.
Die Seele genießt alle Erfahrungen, weil sie Teil des Lernprozesses sind, zu dem sie sich entschlossen hat. Alle Erfahrungen sind in dieser Hinsicht hilfreich und wertvoll.

Wenn wir einen genaueren Blick auf unsere eigenen Rollen oder Identitäten werfen, werden wir bald feststellen, dass es schmerzhafte, ja sogar traumatische Erfahrungen in unserer Vergangenheit gab, die uns heute noch anhängen. Wir scheinen nicht fähig zu sein, sie einfach gehen zu lassen. Sie sind wie eine „Zweite Haut“ für unser geworden: Haut statt Kleidungsstück.

Dies sind die schwierigen Elemente unserer Vergangenheit, die Teile, die uns jetzt davon abhalten, das Leben wirklich zu genießen und auszuleben. Wir haben uns so sehr mit diesen Teilen identifiziert, dass wir denken, wir sind sie. Aus diesem Grund halten wir uns für ein Opfer, und daraus ziehen wir negative Schlüsse über das Leben. Aber diese Schlüsse betreffen nicht das Leben als solches, sie betreffen nur die traumatisierten Teile im Bewusstsein unserer Seele.

Und diese Teile bedürfen jetzt der Heilung. Wir tut das, indem wir wieder in die Vergangenheit einsteigen, aber diesmal mit einem Bewusstsein, das liebevoller und weiser ist, als je zuvor. In diesem Schritt des Transformationsprozesses vom Ego zum Herzen heilten wir Episoden unserer Vergangenheit, indem wir sie mit unserem heutigen Bewusstsein umgeben. Dadurch, dass wir sie in der Gegenwart nochmals durchleben, aus einem Herz-zentrierten Mittelpunkt heraus, können wir die traumatischen Anteile unserer Vergangenheit hinter uns lassen.

Ein Trauma wird immer dann erlebt, wenn wir große Verluste, Schmerzen oder Schlechtigkeiten erlebten und nicht verstehen konnten, weshalb sie geschehen.Wir alle haben Traumen erlebt, in vielen unserer Leben. Genauer gesagt ist das Bewusstsein der Seele während des Ego-Stadiums von Anfang an traumatisiert: Da ist dieser Verlust der Einheit oder der Heimat, an den sie sich erinnert und den sie nicht versteht.

Wenn wir in unserer Vorstellung zu dem ursprünglichen traumatischen Erlebnis zurückkehren und es mit dem Bewusstsein des Herzens umgeben, dann verändern wir unsere ursprüngliche Antwort auf das Erlebnis. Wir verändern es von Horror und Unglauben zur schlichten Wahrnehmung dessen, was geschah. In dieser Regression, nehmen wir einfach nur zur Kenntnis, was geschah, und allein schon dieser simple Akt schafft einen Raum für Verständnis, für ein spirituelles Verständnis dessen, was wirklich bei diesem Anlass geschah. Wenn dieser Raum vorhanden ist, dann werdet wir wieder zum Meister unserer Realität. Nun sind wir in der Lage, zu einer Akzeptanz des gesamten Geschehens zu kommen, weil wir vom Herzen her verstehen, dass alles, was geschieht, seinen Sinn und Zweck hat. Wir können vom Herzen her fühlen, dass in allem, was uns geschieht, ein Element des freien Willens vorhanden ist, und so wachsen wir in ein Verstehen unserer eigenen Verantwortung für die Geschehnisse hinein. Wenn wir unsere eigene Verantwortung akzeptieren, dann sind wir frei, weiterzugehen.

Erst, wenn wir eine Verbindung zu unseren eigenen früheren Identitäten als Darsteller verschiedener Rollen erkennen, sind wir frei, hinzugehen, wo immer wir wollen. Dann sind wir frei, in das herzbasierte Bewusstsein einzutreten. Wir klammern uns dann nicht länger an irgendwelche Aspekte, die wir in der Vergangenheit dargestellt haben: Opfer oder Angreifer, männlich oder weiblich, schwarz oder weiß, arm oder reich, gut und böse, etc.. Wenn wir spielerisch mit den Aspekten der Dualität umgehen und sie einfach nur benutzen können, so dass es uns Freude und Kreativität bringt, haben wir den Sinn dieses Lebens auf der Erde begriffen. Dann werden wir großes Glück und eine Art von Nach-Hause-Kommen erleben. Der Grund dafür ist, dass wir mit dem Bewusstsein, das all diesen unterschiedlichen Rollen und Identitäten zugrunde liegt, in Berührung kommen. Wir kehren endlich wieder zu unsrem eigenen göttlichen Bewusstsein, zur Erkenntnis, dass alles Eins ist, kurz: zur Wahrheit der Liebe, zurück.
Das Loslassen des alten Ich – sich dem Herz öffnen
Was geschieht, wenn wir unser Ego loslassen und den Weg frei machen für unser wahres Wesen?
Wenn wir von der Dominanz durch das Ego zum Herz-basierten Bewusstsein wechseln, dann übernimmt auf energetischer Ebene das Herz-Chakra Vorrang vor dem Willen bzw. dem dritten Chakra (Solarplexus).

Chakren sind eine Art energetische Energieräder, die entlang unserer Wirbelsäule angesiedelt sind. Diese energetischen Zentren sind alle mit bestimmten „Lebensthemen“ verbunden, z.B. „Spiritualität“ (das Kronen-Chakra), „Kommunikation“ (das Hals-Chakra), oder „Gefühle“ (das Nabel-Chakra). Die Chakren sind in gewisser Hinsicht Teil unserer materiellen Realität, da sie zu bestimmten Körperregionen in enger Verbindung stehen. Aber sie sind für das Auge nicht sichtbar, so dass man sagen könnte, sie hängen irgendwo zwischen Geist und Materie, sie überbrücken sozusagen die Kluft. Sie bilden den Eintrittspunkt für den Geist (unserem Seelenbewusstsein), und ermöglichen ihm, eine körperliche Form anzunehmen und die Dinge, die in unserem Leben geschehen, zu erschaffen.

Im Herz-Chakra, das in der Mitte unserer Brust angesiedelt ist, hat vor allem die Energie der Liebe und des Einsseins ihren Sitz. Die Energien des Herzens wirken harmonisierend und vereinheitlichend. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit für einige Zeit auf dieses Zentrum richten, können wir eine Wärme spüren und fühlen, wie sich etwas öffnet.

Das Chakra unterhalb des Herzens wird „Solar-Plexus“ genannt und liegt in der Nähe des Magens. Es ist der Sitz des Willens. Es ist das Zentrum, das unsere Energie in die körperliche Realität fokussiert. Deswegen ist dieses Chakra mit Themen der Vitalität, des Ehrgeizes und persönlicher Macht verbunden.

Ego und Wille sind eng miteinander verwandt. Der Bereich des Willens gibt uns die Möglichkeit, uns auf etwas zu konzentrieren, sei es in uns oder außerhalb von uns. unsere Wahrnehmung der Realität, sowohl unserer eigenen als auch der von Anderen, wird stark durch das, was wir wollen, durch unsere Wünsche, beeinflusst. Unsere Wünsche sind häufig vermischt mit Furcht. Häufig wünschen wir uns etwas, weil wir das Gefühl haben, dass wir es brauchen; darunter liegt ein Gefühl der Bedürftigkeit. Aufgrund der Ängste, die in vielen unserer Wünsche vorhanden sind, wird der Solar Plexus häufig durch die Energien des Ego angetrieben. Das Ego drückt sich ganz besonders über den Solar Plexus aus.

Durch den Willen übt das Ego buchstäblich Druck auf die Realität aus. Die Realität wird so zurechtgestutzt, wie es das Ego uns glauben machen will. Das Ego arbeitet mit einem Satz von Grundannahmen darüber, wie die Realität funktioniert, die alle auf Furcht aufbauen. Es präsentiert uns ein sehr selektives Bild der Realität, weil sein Blickwinkel durch seine eigenen Bedürfnisse und Ängste voreingenommen ist. Darüber hinaus gibt es über alles, was es sieht, ein Urteil ab. Da ist kein Platz dafür, Dinge einfach nur zur Kenntnis zu nehmen. Alles muss in Kategorien eingeteilt werden, um mit richtig oder falsch etikettiert zu werden.

Wenn wir vom Herzen her leben, dann gibt es da kein festes Gerüst an Glaubenssätzen, anhand dessen wir Tatsachen interpretieren oder bewerten. Dann haben wir keine strikten Überzeugungen mehr über irgendetwas. Wir sind eher zu einem Beobachter geworden. Wir vertagen moralische Urteile über alle möglichen Themen, weil wir das Gefühl haben, dass wir noch nicht alles verstanden haben, was wir über die Situation hätten verstehen müssen. Urteile haben immer etwas Endgültiges an sich; aber das Herz ist offen, neugierig, und immer bereit, Dinge erneut zu prüfen, bereit, zu vergeben.

Wenn wir Ego-basierte Willenskraft benutzen, können wir fühlen, wie etwas an unserem Solar-Plexus-Chakra zerrt. Unseren Willen in dieser Weise einzusetzen, ist ein energetischer Vorgang, dessen wir uns bewusst werden können, wenn wir es wünschen. Immer, wenn wir dieses Ziehen verspüren, begleitet von einem starken Wunsch, dass Dinge sich so, wie wir es wollen, entwickeln sollen, versuchen wir, die Wahrheit entsprechend unseren Wünschen zurechtzubiegen. Wir versuchen, der Realität unsere Glaubenssätze aufzuzwingen.

Wenn wir aus dem Herzen handeln, dann gehen wir mit dem Fluss der Dinge, so wie es sich ergibt. Wir versuchen nichts zu erzwingen oder voranzutreiben.

Häufig versuchen wir bestimmte Ziele zu erreichen, ohne wirklich in uns gegangen zu sein und im Herzen geklärt zu haben, ob dieses Ziel wirklich das ist, was uns auf unserem inneren Weg zu Weisheit und Kreativität wirklich dient. Genauso kann es sein, dass, selbst wenn unsere Ziele unsren von Herzen gefühlten Wünschen entsprechen, unsere Vorstellungen von dem Zeitrahmen, in dem sie passieren werden, unrealistisch sind. wir befindet uns eventuell auf einer Zeitlinie, die nicht dem Herzen, sondern dem persönlichen Willen entspricht.

Es gibt einen natürlichen Rhythmus für alle Dinge und dieser muss nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was wir für erstrebenswert halten. Die Verwirklichung unserer Wünsche macht es oft erforderlich, dass Energien sich verändern müssen. Energieveränderungen benötigen oft mehr Zeit, als wir erwarten oder uns wünschen. In Wahrheit sind Energieveränderungen nichts anderes als unsere Veränderungen.

Wenn wir aus dem Herzen leben, werden wir nicht mehr dieselben sein. Wir werden zu einer erweiterten Version unseres gegenwärtigen Selbst, angefüllt mit mehr Weisheit, mehr Liebe und mehr innerer Kraft.
Dazu müssen wir unsere aktuelle Wirklichkeit voll akzeptieren. Wenn wir unsere gegenwärtige Realität nicht akzeptieren und verbissen an unsren Zielen festhalten, bewegen wir uns keinen Zentimeter.

Nichts wird unsere Realität verlassen, wenn wir es nicht lieben. Lieben heißt „etwas freisetzen“.

Solange wir nicht unsere aktuelle Realität voll und ganz umarmen und als unsere Schöpfung akzeptieren, kann sie uns nicht verlassen, weil wir einen Teil unseres Selbst verleugnen. Wir sagen „Nein“ zu dem Teil von uns, der diese Realität für uns geschaffen hat. Wir würden diesen unerwünschten Teil unseres Selbst am liebsten abschneiden und einfach weitergehen.
Aber wir können aus Selbsthass heraus keine liebevollere Welt erschaffen. Wir können uns nicht selbst in eine neue Realität hinein“wünschen“, indem wir unerwünschte Teile einfach beiseite schieben. Willenskraft hilft uns hier nicht weiter.

Was wir wirklich brauchen, ist, dass wir mit unserem Herz in eine Beziehung treten. Die Energien von Verständnis und Akzeptanz sind die wahren Bausteine einer neuen und erfüllenderen Wirklichkeit.
Wenn wir von unserem Herzen aus mit der Wirklichkeit zusammenwirken, dann lassen wir die Realität so, wie sie ist. wir versucht nicht, sie zu verändern, wir bemerken einfach und aufmerksam, was ist.

Wenn das Herz zum Verwalter unseres Wesens wird, wird das Zentrum unseres Willens (Solar Plexus) folgen. Das Ego (der Bereich des Willens) wird nicht ausgelöscht, weil es von Natur aus die Rolle hat, Energien von der Ebene des Bewusstseins auf die Ebene der materiellen Realität umzusetzen. Wenn diese Umsetzung oder Manifestation vom Herzen gesteuert wird, dann fließt die Energie des Willens leicht und mühelos. Da ist kein Erzwingen oder Erkämpfen. Dann geschehen die Dinge synchron: ein bemerkenswertes Zusammentreffen von Ereignissen, die die Realisierung unserer Wünsche erheblich erleichtern. Für uns scheint es wie ein Wunder zu sein, wenn alles auf diese Weise zusammenkommt. Aber genau genommen passiert das andauernd, wenn wir vom Herzen aus erschaffen.

Das Kennzeichen des Schöpfungsprozesses vom Herzen aus ist Mühelosigkeit.

Sich für den Geist öffnen

Der Geist steht außerhalb von Raum und Zeit. Der Geist in uns ist der unendliche, zeitlose Teil von uns, der Eins ist mit Gott, der uns erschaffen hat. Es ist das göttliche Bewusstsein, das die Grundlage für unsere Ausprägung in Raum und Zeit ist. Wir sind geboren aus einem Reich puren Bewusstseins und wir haben einen Teil dieses Bewusstseins über alle Manifestationen in körperlicher Form hinweg mit uns genommen.
Die Seele nimmt an der Dualität teil. Sie wird durch ihre Erfahrungen mit der Dualität berührt und verwandelt. Der Geist steht außerhalb der Dualität. Er ist der Hintergrund, vor dem sich alles entwickelt und entfaltet. Er ist das Alpha und das Omega, das wir auch einfach das Sein oder die Quelle nennen.
Die Stille, sowohl die äußere, aber vor allem die innere, ist der beste Einstieg, um diese immer präsente Energie zu erfahren, die wir in unserem innersten Kern sind. In der Stille können wir mit der wunderbarsten und selbstverständlichsten Sache, die es gibt, in Kontakt treten: Geist, Gott, Quelle, Sein.

Die Seele trägt die Erinnerungen an viele Inkarnationen. Sie weiß und versteht viel mehr als unsere irdische Persönlichkeit. Die Seele ist mit übersinnlichen Wissensquellen verbunden, wie z.B. unseren Persönlichkeiten aus früheren Leben und Lehrern oder Freunden auf astraler Ebene. Trotz dieser Verbindung kann die Seele in einen Zustand der Verwirrung geraten, in Verkennung ihrer wahren Natur. Die Seele kann durch bestimmte Erfahrungen traumatisiert sein und daher für einige Zeit im Dunkel umher irren. Die Seele entwickelt sich ständig und gewinnt so ein Verständnis für die Dualität, die dem Leben hier auf Erden zugrunde liegt.

Der Geist ist der Fixpunkt in dieser Entwicklung. Die Seele kann sich in einem Zustand der Dunkelheit oder der Erleuchtung befinden. Aber nicht so der Geist. Der Geist ist pures Sein, pures Bewusstsein. Er ist sowohl im Dunkel als auch im Licht. Es ist die Einheit, die aller Dualität zugrunde liegt.

Sich mit dem Gott in uns zu verbinden ist, wie wenn wir aus der Dualität herausgenommen werden, während wir gleichzeitig vollkommen präsent und geerdet bleiben. In diesem Zustand ist unser Bewusstsein mit einer tiefen, aber stillen Ekstase erfüllt, einer Mischung aus Freude und Frieden.
Wir werden uns darüber klar, dass wir von nichts um uns herum abhängig sind. Wir sind frei. Wir sind, wie Jesus sagte, wirklich in der Welt, aber wir sind nicht von ihr.
Mit dem Geist in uns in Kontakt zu treten, ist nichts, was ein für alle Mal passiert. Es ist ein langsamer und allmählicher Prozess, in dem Ihr uns verbinden, dann wieder lösen und wieder verbinden …… .
Nach und nach bewegt sich der Mittelpunkt Unseres Bewusstseins von der Dualität zur Einheit. Es re-orientiert sich und findet heraus, dass es letztendlich mehr zur Stille als zu Gedanken und Emotionen hingezogen ist.
Mit Stille ist gemeint: ganz zentriert und präsent, in einem Zustand vorurteilsloser Bewusstheit.
Es gibt keine festgelegten Methoden oder Mittel, durch die man dorthin gelangen kann. Der Schlüssel zur Verbindung mit unserer Quelle liegt nicht darin, irgendeiner Disziplin zu folgen (wie meditieren oder fasten etc.), sondern wirklich zu verstehen.
Verstehen, dass es die Stille ist, die uns nach Hause bringt, nicht unsere Gedanken oder Gefühle.
Dieses Verständnis wächst langsam, indem wir uns mehr und mehr der Wirkungsweise unserer Gedanken und Gefühle klar werden. Wir geben alte Angewohnheiten auf und öffnen uns für die neue Realität des Herz-basierten Bewusstseins.

Das Ego-basierte Bewusstsein in uns verblasst und stirbt nach und nach ab.

Sterben ist nichts, was wir tun, es ist etwas, was wir zulassen. Wir überlassen uns selbst dem Sterbeprozess. Tod ist ein anderer Name für Veränderung, für Verwandlung. Das ist immer so. Tod ist immer das Loslassen des Alten und das sich öffnen für das Neue. In diesem Prozess, gibt es nicht einen einzigen Moment, in dem wir „nicht sind. Tod, wie wir ihn meist definieren, ist eine Illusion. Es ist nur unsere Angst vor der Veränderung, die uns den Tod fürchten lässt.
Wir haben nicht nur Angst davor, physisch zu sterben, sondern auch davor, emotional und mental während unseres Lebens zu sterben. Aber ohne den Tod würden die Dinge erstarren und unbeweglich werden. Wir würden Gefangene alter Formen werden: eines verbrauchten Körpers, unzeitgemäßer Denkmuster, einschränkender emotionaler Reaktionen. Erstickend, nicht wahr? Der Tod ist ein Befreier! Der Tod ist ein frischer Wasserfall, der alte, verrostete Schleusentore durchbricht und uns in neue Regionen der Erfahrung wirbelt.
Es gibt keinen Tod, es gibt nur Veränderung.
Der Übergang vom Ego-basierten Bewusstsein zum Herz-basierten Leben ist in vielerlei Hinsicht wie eine Todeserfahrung.

Je mehr wir uns mit unseren Wahren Quelle identifizieren, mit dem Gott in uns, desto mehr geben wir Dinge, die uns früher Sorgen gemacht haben, oder in die wir früher eine Menge Energie investiert haben, auf. Wir erkennen auf immer tieferen Ebenen, dass es da wirklich nichts zu tun gibt ausser zu Sein. Wenn wir uns mit unserem Sein identifizieren, anstatt den flüchtigen Gedanken und Emotionen, die durch uns hindurch fließen, wird unser Leben sofort beeinflusst.

Unsere Quelle ist nichts Abstraktes. Es ist eine Wirklichkeit, die wir wirklich in unser Leben einbringen können. Mit dieser reinsten Quelle in Verbindung zu stehen, wird letztendlich alles in unsrem Leben verändern. Gott oder die Quelle ist von Natur aus kreativ, aber auf eine Art, die für uns nahezu unverständlich ist.

Der Geist ist ruhig und beständig und doch kreativ. Die Wirklichkeit des Göttlichen kann mit dem Verstand nicht wirklich begriffen werden. Wenn wir sie in unser Leben lassen, und sie als die Einflüsterungen unseren Herzens begreifen, dann beginnt sich langsam alles zusammenzufügen. Wenn wir auf die Wirklichkeit des Geistes eingestimmt sind, die stille Bewusstheit, die hinter all unsren Erfahrungen steht, dann hören wir auf, zu kämpfen oder der Realität unseren Willen aufzwingen zu wollen. Wirr erlauben den Dingen, in Ihren natürlichen Zustand zurückzufallen. Wirr werden zu unserem natürlichen, wahren Selbst. All dies geschieht auf eine harmonische, sinnvolle Weise. Wir müssen nur in diesen göttlichen Rhythmus eingestimmt bleiben und unsere Ängste und Missverständnisse, die uns dazu verleiten wollen, einzuschreiten, loslassen.

Anderen von der Ebene des Geistes aus zu helfen

Wenn wir den Übergang vom Ego- zum Herz-basierten Bewusstsein vollzogen haben, sind wir mehr oder weniger ständig in Kontakt mit dem göttlichen Fluss unsres Wesens in uns. In diesem Zustand besteht nicht das Bedürfnis oder der Wunsch, anderen zu helfen, sondern es kommt ganz natürlich zu uns. Ihr zieht es zu uns hin, aber nicht durch unsren Willen. Energetisch senden wir nun bestimmte Schwingungen aus. In Unserem Energiefeld ist etwas vorhanden, das die Menschen zu uns hinzieht. Es ist nicht etwas, was wir tun, es ist etwas, was wir sind. Da ist eine Schwingung in unserer Energie, die anderen helfen kann, mit ihrem göttlichen Selbst in Verbindung zu treten.
Wir können ein Spiegel für sie sein, in dem sie ein schwieriges Problem oder einen Zustand tatsächlich in einer Energie der Lösung aufgelöst oder verwandelt sehen.
Die Menschen können diese Lösungsenergie (die immer auf dem Kontakt mit dem höheren Selbst gegründet ist) in unserem Wesen spüren.
Wir können Ihnen etwas beibringen und diese Lehre findet statt, indem wir wir selbst sind. Wir heilen und lehren nicht durch die Übertragung von Wissen oder durch die Anwendung bestimmter Methoden. Wir tun das, indem wir uns selbst gestatten, einfach zu sein, wer wir sind und uns selbst so auszudrücken, wie wir uns am freudvollsten empfinden. Dadurch wird unsere Gegenwart am hilfreichsten. Indem wir uns selbst mit anderen teilen, stellen wir Ihr Ihnen einen Ort für Heilung zur Verfügung, in den sie eintreten können oder nicht. Das steht ihnen frei.
Auf diese Weise da zu sein, entspricht einem sehr neutralen Grundgefühl. Es stellt eine Stufe der Distanziertheit dar, auf dem Ihr wir unser persönliches Bedürfnis, andere zu verändern oder zu „heilen“ loslassen.
Dieses Bedürfnis, das alle „Lichtarbeiter“ zu einem bestimmten Punkt umtreibt, entstammt einem nicht wirklich reifen Verständnis für den inneren Weg, den die Menschen gehen müssen, um ihre eigene Wahrheit zu finden. Die meisten Menschen müssen erst einmal auf den Grund bestimmter Themen gehen, bevor sie wirklich bereit sind, sie loszulassen. Wenn sie das dann tun, dann „verdanken“ sie die Lösung wirklich dem Thema und dies verschafft ihnen tiefe Befriedigung.

In dieser Stufe der Transformation vom Ego zum Herzen, geht es darum, die Ebene der Seele zu überwinden und sich auf die Ebene des Geistes emporzuschwingen. Das bedeutet nicht, dass die Seele in irgendeiner Weise „weniger“ ist als der Geist. Der Punkt ist der: Wir sind größer und umfassender als unsere Seele. Die Seele ist ein Vehikel für Erfahrungen. Indem wir uns mit dem Geist in uns identifizieren, mit unserem göttlichen Selbst, fügen sich alle Dinge, die wir im Laufe vieler, vieler Leben erfahren haben, zusammen. Wir wachsen über diese Erfahrungen hinaus, indem Ihr uns selbst nicht mehr damit identifizieren. Das hat einen heilenden Effekt auf die Seele.

Begleitung

Rückverbindung

Dieser Text „vom Ego zum Herzen“ ist eine Zusammenfassung von: Jeshua Channelings  http://www.jeshua.net/de/
Er beschreibt für mich sehr treffend, wie ich auch meinen eigenen Rückanbindungsprozess erfahren habe.

Vergangenheit – Zeit

Zeit ist eine menschliche Begrifflichkeit, um klarzumachen, dass wir uns in einem Prozess befinden. Ein Prozess hat immer eine Zeitachse. Gleichzeitig ist aber auch wahr, dass das Bewusstsein, unser tiefstes Selbst, nicht an Zeit und Raum gebunden ist, genau wie unser innerstes Selbst nicht an einen Körper oder die Erde gebunden ist. In der Bewegung hin zu uns selbst, z.B. wenn wir unsere Göttlichkeit wieder finden, übersteigen wir sozusagen die Zeit. In diesem Moment ist es egal, ob eine traumatische Erfahrung gestern oder vor einem Jahrhundert oder in welchem Leben überhaupt stattgefunden hat. Die Energie dieses Traumas ist in unserem Wesen präsent, in der Aura unseres Energiefeldes. In dem Moment, in dem wir dieses Trauma heilen, transformieren wir damit die Vergangenheit. Es geschieht immer im JETZT.

„Eckardt Tolle“

Kommentare sind geschlossen.